Die Kältewelle in Nordamerika hält an, in Kanada wurden deswegen sogar Silvesterveranstaltungen abgesagt. Fotografen bieten Eis und Schnee dagegen eine prächtige Kulisse.

Viele US-Amerikaner müssen sich auf eine besonders kalte Silvesternacht einstellen. Wie der Wetterdienst meldet, werden die seit Tagen anhaltenden arktischen Temperaturen in vielen Regionen des Landes weiter fallen. Das erwartete Millionenpublikum am New Yorker Times Square werde bei bis zu minus zwölf Grad Celsius in das neue Jahr feiern müssen. Dem Sender CNN zufolge könnte es der drittkälteste Jahreswechsel seit der ersten Feier dort im Jahr 1907 sein.

Die Temperaturen seien “gefährlich niedrig”, twitterte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio am Freitag. Er rief Bewohner der Stadt auf, Heizungsprobleme zu melden. “Schauen Sie nach Ihren Nachbarn und vergessen Sie Ihre Haustiere nicht”, fügte er hinzu.

Von der extremen Kälte ist auch das nördliche Nachbarland Kanada betroffen. In der Hauptstadt Ottawa wurden Teile der Feiern am Silvesterabend sowie am Vortag am Parlamentshügel abgesagt. Darunter waren Konzerte, Tanz- und Percussionshows, ein Workshop sowie der Betrieb einer Schlittschuhbahn, wie kanadische Medien berichteten. Die Besucher werden aber noch das Feuerwerk und die geplante Lasershow bewundern können. Der kanadische Wetterdienst sagte für Ottawa am Silvesterabend minus 24 Grad Celsius voraus. In der Stadt Saskatoon im Zentrum Kanadas, wo es traditionell im Winter sehr kalt ist,  waren es tagsüber minus 30 Grad Celsius. Die Menschen wurden aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben.

Laut Medienberichten wurden in den USA in den vergangenen Tagen gleich mehrere Kälterekorde gebrochen: In der Gemeinde Cotton im nördlichen Bundesstaat Minnesota wurden minus 40 Grad Celsius vermeldet. In Watertown im Norden des Bundesstaats New York waren es am Donnerstag minus 36 Grad Celsius.

Nach Angaben der Washington Post werden am Neujahrstag zwei Drittel der USA von ungewöhnlicher Kälte betroffen sein – ein enormes Gebiet, in dem die Temperaturen mancherorts bis zu 22 Grad niedriger liegen könnten als üblich. Verschärft wird die Kälte häufig noch durch eisigen Wind, der etwa in Minneapolis im oberen mittleren Westen die gefühlten Temperaturen auf minus 34 Grad Celsius drücken könnte.

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