Für einen Fensterplatz im Fernbus verlangt der Marktführer zukünftig eine Gebühr. Die Reservierungen werden ab dem Frühjahr testweise auf einigen Strecken eingeführt.

Das Fernbusunternehmen Flixbus will künftig testweise Gebühren für bestimmte Sitzplatzreservierungen erheben. Das berichtet das Handelsblatt. Für einen einfachen Sitzplatz werden demnach künftig 1,50 Euro fällig, für einen Platz mit Tisch zwei Euro. Wer im Doppeldecker direkt hinter der Panoramascheibe reservieren möchte, muss dem Bericht zufolge vier Euro bezahlen. Bei Reisen über mehr als 500 Kilometer Strecke sollen sich die Gebühren noch einmal erhöhen. Abseits davon soll es auf allen Strecken möglich sein, kostenlos einen normalen Platz zu reservieren.

Die Gebühren sollen ab dem Frühjahr zunächst testweise auf einigen Strecken eingeführt werden. Betroffen seien nationale und internationale Strecken, unter anderem in Deutschland, Österreich, Frankreich und einigen osteuropäischen Ländern, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Die Reservierungen habe man auf Nachfrage von Kunden eingeführt, die sich wegen voller Busse um die Plätze gesorgt hätten.

Flixbus ist seit der Fusionierung mit dem Konkurrenten MeinFernbus im Jahr 2015 Marktführer unter den Busreiseanbietern. Das Unternehmen deckt 94 Prozent des deutschen Marktes ab.
Nach eigenen Angaben hat Flixbus im vergangenen Jahr seine Fahrgastzahl deutlich gesteigert: von 30 Millionen im Jahr 2016 auf 40 Millionen im vergangenen Jahr. Ab 2018 sollen auch in den USA – zunächst in Kalifornien – Flixbusse fahren.

Die Fahrpreise in Deutschland sollen laut Flixbus aber nicht steigen. Das hatte der Chef des Unternehmens, André Schwämmlein, im Dezember gesagt. Der Gewinn solle stattdessen durch eine bessere Auslastung der Busse gesteigert werden: Im Schnitt seien derzeit nur 60 Prozent der Plätze belegt.

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