Über 20 Anschläge gab es 2017 allein in Kabul, jetzt hat sich wieder ein Attentäter in die Luft gesprengt. Im Süden Afghanistans tötete eine Sprengfalle sechs Polizisten.

Bei zwei Anschlägen in Afghanistan sind mindestens 13
Menschen ums Leben gekommen. Vor dem Gebäude des
Geheimdienstes NDS, in dessen Nähe sich auch die US-Botschaft und das
Nato-Hauptquartier befinden, sprengte sich ein Attentäter in die Luft
und tötete dabei sechs Menschen und sich selbst. Sechs weitere wurden verletzt. Das genaue Ziel des Anschlags ist laut afghanischem Innenministerium unklar. Der IS hat sich
zu der Tat bekannt.

Bereits zuvor starben sechs Polizisten bei einem Anschlag
mit einer Sprengfalle in der südlichen Provinz Helmand. Sechs weitere Menschen
wurden verletzt. Hier ist weiterhin unklar, wer für die Tat verantwortlich ist.

Allein in Kabul haben sich im vergangenen Jahr mehr als 20
große Anschläge mit Hunderten Toten und Verletzten ereignet. Die meisten haben dabei die radikalislamischen Taliban sowie die
Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) für sich reklamiert. Wer für den
schwersten Anschlag im Mai 2017, verantwortlich ist, ist weiterhin unklar.
Damals starben rund 150 Menschen als eine Lastwagenbombe in der Nähe der deutschen Botschaft
detonierte. Deutsche Ermittler halten hier das mit den Taliban eng verbündete
Hakkani-Terrornetzwerk für den Urheber des Anschlags.

16 Jahre nach dem Einmarsch internationaler Truppen in Afghanistan kontrollieren die Taliban
nach Angaben von Militärs wieder rund 13 Prozent des Landes und kämpfen um ein
weiteres Drittel. Auch deshalb schicken die USA und einige Nato-Staaten nun
wieder Tausende zusätzliche Soldaten in das Land.

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